BAD KREUZNACH. Die Nahe-Region präsentiert sich kulturell so breit, vernetzt und lebendig wie selten zuvor – das zeigte sich bei der offiziellen Vorstellung des Magazins Nahe.Kultur.Landschaft 2026 im Haus des Gastes in Bad Kreuznach. Landrätin Bettina Dickes, Werner Keym und Dr. Rainer Lauf vom Vorstand sowie Mitwirkende des gleichnamigen Vereins präsentierten das Kulturprogramm für das Jahr 2026 diesmal im Theatersaal. Denn im Bereich Kabarett und Theater setzt die neue Ausgabe einen besonderen Akzent: Erstmals ist das vollständige Programm der Stiftung Kleinkunstbühne Bad Kreuznach mit der Spielstätte „Die Loge“ im Magazin vertreten. Für die Stiftung nahmen deshalb Eva Ebbeke und Dr. Michael Vesper, Geschäftsführer der Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH, an der Vorstellung teil. Mit sechs renommierten Kabarettisten stärkt dieser Bereich den satirisch-politischen Teil des Jahresprogramms.
Die Ausgabe 2026 erscheint mit 64 Seiten – vier mehr als im Vorjahr – und versammelt über 90 Einzelveranstaltungen, die sich über das gesamte Kulturjahr von Januar bis November erstrecken. Vorgestellt werden Angebote an rund 20 Veranstaltungsorten in mehr als 15 Städten und Gemeinden zwischen Bingen und Idar-Oberstein. Insgesamt 33 Veranstalter beteiligen sich an der Ausgabe.
„Das Magazin spiegelt die ganze kulturelle Bandbreite unserer Region wider – von Musik und Museen über Kabarett, Theater und Literatur bis hin zu Wein- und Genussformaten“, betonte Landrätin Bettina Dickes, erste Vorsitzende des Vereins Nahe.Kultur.Landschaft (NKL). „Der Verein Nahe.Kultur.Landschaft versteht sich als Netzwerk und Türöffner: Er bringt Veranstalter zusammen, macht Angebote sichtbar und unterstützt dort finanziell, wo besondere Projekte ohne Rückhalt schwer zu realisieren wären“, ergänzte Rainer Lauf. Werner Keym stellte heraus, dass besondere Spielstätten wie der Disibodenberg oder das Steinskulpturenmuseum auf einen Verlustausgleich durch den Verein angewiesen sind, damit an diesen Orten Konzerte stattfinden können – ein Gedanke, den auch Norbert Theis, Vorsitzender der Fördergemeinschaft Kirchen, Klosteranlagen und Kulturdenkmäler Pfaffen- Schwabenheim e.V. aufgriff: „Es gibt wunderschöne Konzertorte wie Pfaffen-Schwabenheim, die müssen gefördert werden.“
Einen deutlichen Schwerpunkt bildet auch in der Ausgabe 2026 die Musik. Fast die Hälfte der Veranstaltungen entfallen auf Konzerte – von Klassik, Kammermusik und Chorkonzerten über Jazz bis zu genre-übergreifenden Formaten. Reihen wie Kreuznach Klassik, Klangstrom Bingen, das Sinfonieorchester Rhein-Main oder die Jazztage Idar-Oberstein prägen das Programm, ebenso das Jazzfestival Bingen swingt.
Rund ein Fünftel der Veranstaltungen sind Angebote in Museen und Ausstellungen, darunter Dauer- und Sonderausstellungen sowie die Skulpturen-Triennale in Bingen. Festivals, Literatur- und Wein-Kulturformate ergänzen das Programm – häufig mit niedrigschwelligen oder kostenfreien Zugängen, unterstützt durch die Kulturloge.
Neben etablierten Kulturträgern sind 2026 auch neue Veranstalter vertreten. So kündigt der Lions Club Kirn Mittlere Nahe erstmals ein Konzert an, ebenso beteiligt sich der Förderverein Lützelsoon mit dem Jubiläumskonzert von Johannes Kalpers. Als neuer Veranstaltungsort kommt nach aufwendiger Innensanierung die evangelische Kirche in Pfaffen-Schwabenheim hinzu, auch bekannt als „Pützerkirche“ nach ihrem Architekten Friedrich Pützer.
Ein weiterer besonderer Aspekt der Ausgabe 2026 ist die verstärkte mediale Präsenz: Die Konzerte der Reihe Kreuznach Klassik werden dank der Initiative von NKL-Vorstandsmitglied Sabine Fallenstein erstmals mit konkreten Sendeterminen bei SWR Kultur angekündigt. Wer beim Konzert nicht dabei sein kann, kann also später reinhören.
Über das gedruckte Magazin hinaus weist der Verein Nahe.Kultur.Landschaft auf seiner Internetseite und in den sozialen Medien auf zusätzliche Veranstaltungen hin. Aktuell gehört dazu das Konzert „Junge Künstler und Künstlerinnen musizieren“ am Samstag, 10. Januar 2026, im orgel ART museum rhein-nahe in Windesheim. Das Vorbereitungskonzert für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ bietet jungen Talenten eine Bühne; der Eintritt ist frei.
Über das Magazin Nahe.Kultur.Landschaft
Das Magazin Nahe.Kultur.Landschaft 2026 erscheint als hochwertig gestaltete Printausgabe und liegt kostenfrei zur Mitnahme unter anderem in kommunalen Einrichtungen, Tourist Informationen, bei Veranstaltern sowie in Hotellerie und Gastronomie aus. Es richtet sich an Kulturinteressierte aus der Region und darüber hinaus und versteht sich als gemeinsamer Kulturkalender und kulturelle Visitenkarte der Nahe-Region.

