Johannes Friedrich Müller (1749-1825) – kurz Maler Müller genannt – ist ein in Bad Kreuznach geborener und in Rom gestorbener Maler, Kupferstecher und Dichter. Er gilt als wichtiger Vertreter des Sturm und Drang sowie der Romantik, der im Gegensatz zum Weggefährten Johann Wolfgang von Goethe in der Öffentlichkeit eher in Vergessenheit geriet. In bedeutenden Museumssammlungen sowie in Privatbesitz sind seine Werke wohlgehütete Schätze. Aus der Sammlung des Museums Schlossparks werden nun, anlässlich seines zweihundertjährigen Todesjahres im Rahmen einer Sonderausstellung, hauptsächlich besondere Radierungen des jungen Malers und Graphikers gezeigt. Dies soll das bildnerische Schaffen von Friedrich Müller in den Fokus stellen, das durchaus zum Besten zählt, was die Kunst der Romantik geschaffen hat.
Seine (frühen) Arbeiten, vor allem seine Radierungen mit Tiermotiven, kennzeichnen sich durch ihren beseelten Realismus und ihre Strichführung. Neben den Tierdarstellungen, widmete Friedrich »Maler« Müller sich in seinen Bildern ebenso den arkadischen Landschaften oder antiken und biblischen Motiven sowie der Genredarstellung.
Im Jubiläumsjahr widmet sich, neben dem Museum Schlosspark in Bad Kreuznach, ebenso das Frankfurter Goethe-Museum diesem bedeuten- den Künstler aus Bad Kreuznach aus dem 18.Jahrhundert.